Mitten in der Nacht erwache ich und gehe kurz raus. Als ich mich wieder in das weiß bezogene Bett legen will, fallen mir zwei große Insekten auf, die über dem Bett herum schwirren. Mit denen in der Nähe möchte ich nicht einschlafen, deshalb greife ich nach einem Handtuch und schlage nach ihnen, um sie zu verscheuchen. Da fällt mir auf einmal auf, daß es keine Insekten sind, sondern Elfen - winzige menschenähnliche Gestalten mit großen Libellenflügeln. Inzwischen entdecke ich auch andere davon im Zimmer. Sie sind, soweit ich sehen kann, alle männlich. Eine Elfe hat eine Glatze, drei tiefe Stirnfalten und schaut etwas konsterniert, als ich über ihr mit dem Handtuch herumwedele. Während ich weiter die Elfen jage, gehe ich zur Tür hinaus und einen langen dunklen Gang hinunter. Nach oben schauend nehme ich wahr, daß der Gang aus einer langen Allee endlos hoher Bäume besteht, vermutlich Kiefern, deren Kronen zwischen dunstigen Wolkennebeln verschwinden. Am Ende des Ganges laufe ich nicht weiter, sondern kehre um, denn eigentlich ist keine Elfe mehr zu sehen und mir ist unheimlich, also die besten Gründe, um zurück ins Bett zu steigen. Als ich die Baumallee hinter mir gelassen habe, wende ich mich nach links und suche dort die Tür zu meinem Zimmer. Doch als ich in die offene Tür hineinschaue, ist dahinter nicht mehr mein Zimmer, sondern ein anderer Gang zu sehen. Ich bin verwirrt. Vermutlich führen mich die Elfen jetzt an der Nase herum, sich rächend, weil ich sie verscheuchen wollte. Dann erwache ich.
Aufwachträume - Samstag, 22. Oktober 2011, 14:46
Völlig überraschend erfahre ich, daß ich mit den Bestrahlungen noch längst nicht fertig bin, sondern nochmal 14 Tage bestrahlt werden muß. Allerdings ist mein körperlicher Zustand so miserabel, daß ich überhaupt nicht mehr in der Lage bin, mich um irgendetwas zu kümmern. Kaum selbst laufen oder mich anziehen kann ich mehr, und anscheinend auch keine Entscheidungen treffen. Meine Mutter übernimmt die Betreuung für mich, eine amtliche, die alle Entscheidungsfragen umfaßt, und spricht sich mit meinem Bruder, der inzwischen Heilpraktiker geworden ist, ab. In dessen Nähe befindet sich ein Psychotherapeut, welcher einen eigenen Fahrdienst hat. Das trifft sich gut, denn für die Bestrahlungen brauche ich einen neuen Fahrdienst, da ja der Einsatz des früheren Dienstes bereits beendet ist. Man entscheidet also, es zur Aufgabe des Psychotherapeuten zu machen, mich durch die restlichen Behandlungen zu bringen. Dazu werde ich in eine Wohnung gebracht, die sich in der Nähe des Psychotherapeuten befindet und ebenfalls zu seiner Praxis gehört, wahrscheinlich für besondere Patienten. Regelmäßig kommt hier der beim Arzt angestellte Mann vom Fahrdienst, um mich abzuholen und zurückzubringen. Es ist ein Bär von einem Mann, italienisches Aussehen, mit vielen Kettchen am Arm und einer fiesen Visage. Irgendwoher weiß ich, daß der Psychotherapeut früher Marilyn Monroe behandelt hat. Es wundert mich zwar, daß er immer noch praktiziert, denn eigentlich müßte er dann ziemlich alt sein, aber vielleicht war er damals noch sehr jung. Und er ist mir einschließlich seiner Leute vom "Fahrdienst" sehr suspekt, denn es scheint mir, als würden die alle zur Mafia gehören. Das aber nicht nur, weil sie mit ihren "'Mafiagesichtern' so aussehen, sondern es geschehen außerdem merkwürdige Sachen. Da es die Wohnung des Psychotherapeuten ist, hat er einen Schlüssel dafür, und oft merke ich nachts, daß ich von jemandem wachgemacht werde, ohne allerdings richtig wach zu werden, da ich mit Schlafmitteln vollgestopft bin, die ich anscheinend von ihnen verabreicht bekomme. So orientierungslos und noch fast bewußtlos gibt man mir einige Papiere, die ich völlig im Nebel unterschreibe, ohne daß ich mich hinterher genau erinnern kann, was eigentlich vorgefallen ist und was ich getan habe. Meiner Mutter vertraue ich zwar noch, aber ich finde es seltsam, daß sie mich so einem Arzt anvertraut. Merkt sie davon nichts? Jedenfalls finde ich es tröstlich, daß es ja nur für 14 Tage sein soll und sie mich hinterher sicher wieder weglassen. Irgendwo in der Wohnung finde ich schließlich ein Videoband, welches ich mir anschaue. Es zeigt die Großaufnahme des Kopfes einer blonden Frau, so als wäre es ein Interview. Erst meine ich, die Frau nicht zu kennen, doch dann dämmert mir, daß es Marilyn Monroe sein könnte, obwohl es nicht das Gesicht ist, das ich von ihr kenne. Es ist ohne jede Schminke - abgehärmt, mit trockenen Hautschüppchen überzogen und leicht gealtert. Fältchen ziehen sich um die Augen, eine große Falte zieht sich mitten über die Stirn, und aus dem blassen, leicht geöffneten Mund schauen bräunlich verfärbte Zähne hervor. Nur die großen Augen und die platinblonden Haare erinnern an Marilyn Monroe.
Träume von Krankheit und Heilung - Sonntag, 16. Oktober 2011, 15:37
Ein wunderschönes Gefühl der Nähe und Verbundenheit mit K., doch bald darauf bin ich allein, vor mir ein Behälter mit bunten Stiften. Sie stehen ziemlich wild durcheinander, manche von ihnen nur locker zwischen die anderen gesteckt und ohne dabei den Boden zu berühren. So ganz nebenbei und ohne mir etwas dabei zu denken, klopfe ich dreimal auf das obere Ende eines von ihnen bis dieser völlig nach unten gerutscht ist. Gleich darauf sehe ich, wie ein zweiter Stift ebenfalls drei Schläge erhält und nach unten rutscht. Jedoch habe ich diesen zweiten Stift nicht angefaßt und es ist auch niemand neben mir zu sehen. Sofort weiß ich, daß es K. war. Dort, wo er ist, kann ich ihn nicht sehen und er nicht mich. Aber dieser Behälter mit den Stiften ist an beiden Orten völlig gleich. Eine geniale Idee, darüber zu kommunizieren! Jeder von uns sieht sofort, daß der andere nicht weit weg ist, sondern ganz im Gegenteil sehr nah, wenn auch nicht sichtbar. Begeistert klopfe ich einen dritten Stift in die Dose als Zeichen, daß ich verstanden habe.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 15. Oktober 2011, 21:35
Zuerst ein langer Arbeitstag im Büro. Alle bleiben bis 20-21 Uhr, weil das jetzt wohl häufig so angeordnet wird. Danach finde ich mich in einem Krankenhausbett wieder. Es steht in einer großen Halle mit vielen anderen Betten. Jedes Bett für sich ist eine kleine Anlage. Ein Roboter, der aussieht wie ein Einkaufswagen, kommt um die Ecke angefahren und rollt unter meinen Füßen hindurch, wohl um den Verband oder die Wunde zu scannen. Nirgendwo ist Personal zu sehen, alles wird durch diese Roboter erledigt. Ich wundere mich, woher die wissen, wann ich aus dem Op gekommen und auf Station bin, aber wahrscheinlich wird das irgendwo vorher einprogrammiert. Neben mir steht eine andere Krankenbettanlage und an dieser sehe ich, wie das mit der Essensausgabe funktioniert. Neben dem Bett befindet sich eine lange weiße Leiste, in welche verschiedene Behälter eingelassen sind. Automatisch wird in diese Behälter die jeweilige Nahrung durch einen Greifarm(?) hineingelegt, in einen Behälter z.B. die Brotscheiben, in den nächsten die Butter, usw. Aber anscheinend kann man in das Krankenhaus auch seine Haustiere mitbringen, die sonst alleine bleiben würden, denn es gibt ebenfalls Behälter für Tierfutter. In der Krankenbettanlage neben mir werden in diese Behälter Motten und eine lebende Amsel gefüllt. Ich weiß ja nicht, was für ein Haustier mein Bettnachbar mitgebracht hat, aber mir tut die schwarze Amsel leid, die jetzt in ihrem Käfig sitzt und darauf wartet, verfüttert zu werden. Durch ein eingearbeitetes quadratisches Loch in der Seite der Leiste, kann ich alle Inhalte genau von außen einsehen. Doch da - plötzlich quetscht sie sich durch dieses Loch aus ihrem Gefängnis und flüchtet in die Halle. Flatternd sucht sie in einer Fensterecke nach dem Ausgang, findet in der hohen geschlossenen Fensterwand jedoch keinen. Ein mittleres Chaos entsteht durch diesen unerwarteten Vorfall, auf den die Automaten nicht vorbereitet sind. Auch die Patienten geraten in Aufruhr. Sie protestieren, indem sie Transparente hochhalten, auf welche sie Gedichte und Sprüche geschrieben haben. Das wichtigste Wort in allen von ihnen ist 'Leben'. Bei einigen steht aber auch 'Lebel' statt 'Leben'. Ich denke mir erst, daß dies wohl die Umkehrung von 'Leben' ist, aber das stimmt ja gar nicht. Die Umkehrung von 'Leben' ist 'Nebel'. Jedenfalls haben diese Ereignisse die schön automatisierten Abläufe fast vollständig zum Erliegen gebracht. Die Krankenhausleitung muß eingreifen und verspricht, die Amsel freizulassen, um die Patienten zu beruhigen. Das freut mich für sie...
Träume von Krankheit und Heilung - Mittwoch, 12. Oktober 2011, 10:55
Während eines Unterrichts nähe ich ein zartes Gitter aus Rechtecken auf ein rotes Stück Stoff. Ich finde, dies Nähte sind mir schon recht gut gelungen, jedenfalls sind sie sehr gerade und regelmäßig, allerdings ist mein Lehrer, ein älterer Herr mit Brille und einem Gesicht aus faltiger Güte, nicht ganz zufrieden. Ich habe nicht auf die Anfänge und Abschlüsse geachtet, die auf eine bestimmte Weise als kleine Knötchen angeordnet sein sollen. Mein Lehrer nimmt seine Brille ab und erklärt mir sehr geduldig, fast liebevoll, und ohne mir das Vertrauen in mich selbst zu nehmen, wie ich es anzustellen habe. Ich höre aufmerksam und lernwillig zu, denke aber bei mir, daß ich sicher noch besser verstehen und lernen würde, wenn ich nicht nur das WIE, sondern auch das WARUM erklärt bekäme. Wenn ich weiß, warum etwas so oder so zu machen ist, kann ich auch die Zusammenhänge erkennen und mir die erforderlichen Schritte viel besser merken. Sicherlich würde mein Lehrer nichts dagegen haben, wenn ich ihm entsprechende Fragen stelle, aber wird er mir diese auch beantworten?
Schulträume - Montag, 10. Oktober 2011, 17:21
Mehrere hölzerne Bankreihen wie in einer Schule, auf denen da und dort jemand sitzt. Ich bin noch fast völlig unbewußt oder konzentriert auf irgendetwas, während Charlie Sheen neben mir steht und irgendwelche Sprüche klopft, auf die ich aber kaum achte. In einen höheren Grad Traumbewußtheit tauche ich erst auf, als ich sehe, daß meine Orthopädin vor mir in der Reihe sitzt und uns beobachtet hat. Sie stellt in einem Satz fest, daß Charlie Sheen mich anbaggert und ich sein Liebling bin. Weiter sagt sie, daß sie mich sprechen müsse. Wie? Was? Charlie Sheen baggert mich an? Und ich bin sein Liebling? Und woher weiß sie das? Erst jetzt nehme ich ihn so richtig neben mir wahr. Aber weshalb will sie mich eigentlich sprechen? Mysteriös...
Mit meinem Freund, ein Brillenträger, bin ich auf dem Weg in die Fachhochschule. Ein Lastwagen fährt vorüber, auf dem eine Friedrich-Engels-Statue abgefahren wird. Anscheinend findet mal wieder eine Aufräumaktion mit der Vergangenheit statt. Meinen Freund nehme ich mit in den Unterricht, weil er mir bei irgendetwas, das nicht direkt etwas mit dem Unterrichtsstoff zu tun hat, helfen möchte. Wir sitzen uns gegenüber und er ist die ganze Zeit damit beschäftigt, während wir eigentlich Aufgaben lösen sollen, die wie Sudoku-Rätsel aussehen. Da ich ihm dabei zuschaue, habe ich verpaßt, bei welchem Rätsel, bzw. welcher Aufgabe, wir eigentlich sind. Die Seminarleiterin kommt, schaut interessiert, was er macht, und scheint sich nicht daran zu stören. Zum Glück hat sie nicht gemerkt, daß ich etwas planlos bin. Ich schaue suchend auf die Tafel, ob dort vielleicht ein Hinweis zu finden ist. In großen Buchstaben steht dort ein Ereignis geschrieben, auf welches wir wohl mit dem Unterricht alle hinarbeiten. Vielleicht eine Prüfung oder ähnliches. Unter dem Ereignis steht in zwei Sternchen, vielleicht als optischer Ansporn für uns, damit wir unser Ziel immer vor Augen haben: "★In 860 Tagen bin ich (?)★"....
Schulträume - Montag, 3. Oktober 2011, 14:00
Ich spüre regelrecht, wie ich vom Wachsein in einen dieser bleiernen Träume gleite, in denen man wie ein Gespenst zwischen Traum und Wirklichkeit umhertappert, und erwache (natürlich!) in meinem Bett. Sofort weiß ich, daß ich träume, denn um die Konturen aller Dinge ist ein geheimnisvoller kupferfarbener Schimmer, eine Art Aura zu sehen. Und auch einige andere Details der Umgebung stimmen nicht. Ich mag solche Träume nicht, denke ich bei mir, denn man weiß nie, was als nächstes geschieht und oft sind es ziemlich gruselige Sachen. Aber so schnell werde ich hier wohl nicht wegkommen. Ich bin traurig und unglücklich, weil bestimmte Personen einen Bogen um mich machen, als hätte ich die Pest, und jeden Kontakt zu mir meiden. Was stimmt denn mit mir nicht? Diese Frage stelle ich mir unentwegt und dann fällt mir ein, daß ich vielleicht etwas dazu erfahre, wenn ich in einen Traumspiegel schaue. Eigentlich meide ich Spiegel in solchen Träumen, denn gerne zeigen sich fremde Wesen darin, um einen zu erschrecken, aber diesmal bin ich mutig und stelle mich direkt vor einen großen Wandspiegel. Was ich sehe ist nicht außergewöhnlich und bin eindeutig ich: große grüne Augen und auch sonst alles ganz normal. Nur ziemlich verhärmt und verheult sehe ich aus. Doch ich traue der Sache nicht so ganz und will es nicht auf sich beruhen lassen, weshalb ich noch einmal sehr langsam und vorsichtig um die Ecke in den Spiegel blinzel. Und da - wußte ich es doch - sehe ich tatsächlich einen kleinen weißen Alienkopf mit einem riesigen Ohr, einem lippenlosen Alienmund und völlig ohne Augen. Schnell verkrümel ich mich in mein Bett zurück und versuche angestrengt aufzuwachen. Fast scheint es mir gelungen, als plötzlich K. durch die Tür tritt und auf mein Bett zukommt. Ich bin erstaunt und weiß jetzt, daß ich noch immer träume. Ich bin keineswegs aufgewacht. Er setzt sich an mein Bett und lächelt mich liebevoll mit einem Gesicht an, welches seinem heutigem Alter entsprechen dürfte. Es ist mit feinen, winzigen Fältchen überzogen und wirkt völlig frei von Hass oder negativen Emotionen, weshalb ich mich von ihm umarmen und brüderlich auf den Mund küssen lasse. Es ist ein schönes Gefühl, fast wie ganz am Anfang, als er noch verliebt und sehr fürsorglich war. Doch lange halte ich es in seiner Umarmung nicht aus, denn mir fällt ein, daß ich mich irren und er sich in meinen Armen in ein Monster verwandeln, oder zumindest etwas Schlechtes im Schilde führen könnte. Gerade für eine Umarmung braucht es hundertprozentiges Vertrauen, da man das Gesicht des anderen nicht sehen kann und so nicht gewarnt ist. Und nicht immer konnte ich ihm trauen. Ich gehe also etwas auf Abstand, damit ich ihn ansehen kann, greife seine Hände und frage ihn ganz direkt, ob er mir irgendetwas übel nimmt oder wegen etwas grollt. Lächelnd verneint er dies und umarmt mich erneut. Ich bin erfreut darüber, daß zwischen uns alles im Reinen ist, aber nach kurzer Zeit kommen mir wieder Zweifel, so daß ich etwas Abstand suche. "Liebst du mich?" frage ich, womit ich eine positive und wohlwollende Einstellung mir gegenüber meine, und er bejaht glaubhaft. Erneut umarmen wir uns bis mir Zweifel kommen, und alles beginnt von vorn. So geht es noch mehrere Male, bis sich sein Kopf plötzlich in einem gleißenden Licht, einer Glühbirne nicht unähnlich, auflöst. Danach laufe ich etwas planlos umher, treffe diesen und jenen, und es wird deutlich, daß der gesamte Traum von einer bestimmten Hintergrund-Erkennungsmelodie begleitet wird. Wenn ich mit Personen rede, dann werden die Antworten meistens singend vorgetragen, so als wäre dies alles ein Musical. Ich öffne einige Türen, hinter denen sich immer andere Personen verbergen, und gelange schließlich in einen Raum, in welchem mich mehrere Frauen singend zu "schmutzigem" Traumsex einladen. Nicht mit ihnen, sondern sie zeigen mir den Weg um eine Ecke. Wenn ich dorthin gehe, findet das alles statt. Doch mich stört der ironische und abfällige Ton ihrer Stimmen. Ich will keinen schmutzigen Traumsex und schon gar nicht, wenn ich so schnippisch dazu eingeladen werde. Und endlich erwache ich wirklich.
Aufwachträume - Samstag, 24. September 2011, 22:01
Die tägliche Dosis eines bestimmten Stoffes für mich und für andere und dann das Bewußtsein einer drohenden Gefahr. Kann es sein, daß diese Substanz die Menschen verändert? Gefahr, Gefahr, Gefahr!
Kurzträume und Fragmente - Donnerstag, 22. September 2011, 12:59
Die transzendente Materialisation eines schwarzhaarigen Mädchens. Genaugenommen ist nur das Gesicht zu sehen. Die schwarzen Haare umrahmen ein blassweißes Gesicht, in dessen Weiße sich ebenfalls ein schwarzer Fleck auftut. Oder ist es Blut? Irgendwoher weiß ich, daß das Mädchen Myra heißt. Die Erscheinung verfolgt mich eine Weile überallhin, zumindest glaube ich das. Ich halte sie für eine Personalisation des Bösen, auch wenn ich nicht weiß warum. Doch schließlich ist sie verschwunden. Nach einer Weile sage ich völlig gedankenverloren: "Ich liebe dich.", ohne jemanden anzusprechen oder jemanden zu meinen. Der Satz ist einfach so da und fast genau in diesem Moment, wie nach einem Zauberwort, ebenfalls wieder die Erscheinung des Mädchens. Sie dachte, ich meine sie mit diesem Satz, und jetzt ist sie noch anhänglicher als vorher. "Bleib bei mir!" wimmert sie und klammert sich an mir fest. Mit Mühe und Not kann ich mich von ihr losreißen und sie loswerden.
Träume von Verfolgung und Gewalt - Mittwoch, 21. September 2011, 21:37
Eine neue Wohnung irgendwo in Berlin. Des nachts stehe ich auf und öffne zwei Fensterflügel weit. Wasser erstreckt sich direkt bis an das Haus und darüber ein funkelnder klarer Sternenhimmel. Es ist wunderschön, aber trotzdem bin ich darüber erstaunt, wo das Wasser herkommt. Dann fällt es mir ein: Das Besondere an diesem Haus ist, daß zu einer bestimmten Zeit nach Mitternacht die Spree über ihre Ufer tritt bis direkt an das Haus, sich aber im anbrechenden Morgen wieder zurückzieht und in ihrem Bett strömt, als wäre nichts gewesen. Dieses Geheimnis macht die Wohnung so außergewöhnlich. Am nächsten Morgen, wenn das Wasser noch nicht weg ist, trifft sich das halbe Haus auf den Stufen des Hauseingangs, um in den Fluten zu baden und zu schwimmen, bevor das Wasser weg ist. Man muß dafür allerdings schon sehr früh aufstehen. Doch dann am Tag die böse Überraschung. Eine Familie kommt und sagt, es sei ihre Wohnung, sie hätten einen Schlüssel dafür bekommen. Das kann doch gar nicht sein, schließlich haben wir ebenfalls einen Schlüssel. Ich beschließe, zum Empfang des Hauses zu gehen und die Sache zu klären. Vielleicht hat sich nur jemand in der Wohnungsnummer geirrt.
Bei einer Art Bankett an einer langen Tafel. Als ich mich setze sind fast alle Schüsseln am Tisch bereits leergegessen. Die Frau mir gegenüber hat einen Teller voll Milchreis vor sich. Hm, Milchreis...darauf hätte ich jetzt auch Appetit. Es kann doch nicht sein, daß alles schon weg ist. Sicherlich steht außerhalb der Tafel irgendwo Nachschub. Doch so viel ich mich auch umschaue, nirgends ist etwas Eßbares zu entdecken. Dann hebt die Frau eine Schüssel hoch und darunter hat sich tatsächlich ein Teller mit einigen Erdbeeren versteckt. Na, der ist doch jetzt sicher für mich, denke ich etwas zu voreilig. Schließlich habe ich bisher nichts abbekommen und das wäre nur gerecht. Aber die Frau scheint das nicht so zu sehen, denn ohne Umschweife hat sie den größten Teil der Erdbeeren, bis auf zwei einzelne, die ich schnell stibitzen konnte, und einige grüne, unreife, weggegessen. Ein wenig fühle ich mich vor den Kopf gestoßen. Hier ist wohl nichts mehr zu holen, deshalb stehe ich auf und suche einen Raum auf, wo man sich über den Tag mit einigen Lebensmitteln und Proviant eindecken kann. Dann muß das trockene Zeug eben reichen, wenn ich Hunger bekomme. Doch auch hier kann ich statt Eßbarem nur Handtücher entdecken. Überall Handtücher, einige besonders schöne und große Badetücher sind sogar an die Wand drapiert. Aber von Handtüchern werde ich nicht satt.
Träume von Essen und Trinken - Dienstag, 20. September 2011, 13:38
Ein Störfall im Atomkraftwerk, in welchem ich mich befinde, Ich frage mich, ob wohl Radioaktivität freigesetzt wurde.
Irgendwo in einer entfernten Ecke eines großen Raumes muß sich meine Katze aufhalten. Mit verschiedenen Namen rufe ich sie, und tatsächlich sehe ich sie unter Tischen hindurch geradewegs mit ihren Beinchen zu mir laufen. Ich bin gerührt, denn schließlich haben wir uns eine Weile nicht gesehen. Während ich mit ihr schmuse, ist da ein Gefühl der nahenden Trennung.
Tierträume - Montag, 19. September 2011, 10:37
Die Praxis meiner Gynäkologin gleicht mehr einer kleinen Firma mit recht vielen Angestellten, die durcheinanderwuseln, und einigen Büroräumen, als ich dort eintrete. Hinter allen Angestellten wischt eine Putzfrau mit ihrem Mob hinterher. Was ich dort wollte, weiß ich selbst nicht mehr, jedenfalls bleibt der Besuch ohne Ergebnis, außer, daß ich mich vor einem der Computer im Büro wiederfinde.
Später auf der Straße fällt mir ein weißes Arztschild auf, das an einem dunklen alten Gebäude hängt. Eine russische Ärztin, sogar ziemlich in meiner Nähe. Irgendetwas sagt mir, daß es sich lohnen könnte, in diese Praxis zu gehen. Als ich das Treppenhaus betrete, treffe ich einen ca. 14jährigen schwarzhaarigen Jungen. Einige Stockwerke weiter trete ich in einen engen, kleinen, aber hellbeleuchteten Flur, in welchem ziemlich viele Menschen sitzen. Das ist wohl das Wartezimmer. Die Ärztin selbst sitzt im Zimmer Nr. 36. Ich suche die entsprechende Nummer - 33, 34, 35 - ja, hier ist es. Einem Aushang entnehme ich, daß der schwarzhaarige Junge Alexander heißt und der Sohn der Ärztin ist. Auf einem anderen Schild lese ich groß und deutlich "Alle Kassen außer Humble Dum". Aha. Nun bei Humble Dum bin ich nicht. Die Kasse kenne ich nicht einmal. Ich überlege, ob ich mich anmelden soll. Es ist ziemlich voll, doch gerade stehen zwei Leute auf. Ja, ich denke, ich werde es tun. Zwischen den Träumen die kurze Feststellung, daß die fehlende Hälfte meines Backenzahns wieder an- und zugespachtelt wurde. Das ging ja sehr einfach und schnell. Hätte ich nicht gedacht.
Das Flackern eines Bildschirms vor meinen Augen. Ich schaue mir Videos an, neben mir mein Vater. Er umarmt mich und ich murmle "Gute Nacht!", denn er will wohl zu Bett gehen. "Mach dir man keine Sorgen...", sagt er zu mir, (es ist alles bestens?).
Bemerkung: Gestern dachte ich über einen Arztwechsel nach. Aber wo finde ich eine russische Ärztin, deren Sohn Alexander heißt, und die in einer Nr. 36 sitzt? Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß der Name mit C begann. Doch wahrscheinlich gibt es die gar nicht.
Träume von Krankheit und Heilung - Sonntag, 18. September 2011, 13:33
Der Ort, an dem die Eltern meines Freundes oder meiner Freundin leben, gleicht einen Trümmerberg. Über einem unwegsamen Gelände aus angehäuften Trümmern, befinden sich einige halbwegs intakte Räume. Ich bin hier zu Besuch und lerne auch sogleich die Mutter kennen. Ihre schulterlangen dunklen Haare mit wenigen grauen Strähnen sind zu einem Zopf gebunden, als sie direkt auf mich zukommt. Ihr Alter würde ich auf Mitte Fünfzig schätzen. Ohne Umschweife und Begrüßung fragt sie mich, wie ich mit meiner Brustkrebserkrankung klar komme. Mein Blick fällt auf ihren grauen Pullover, unter dem sich nur eine einzige Brust abzeichnet. Die andere, die rechte Brust wurde amputiert, da sie dieselbe Krankheit hatte. Ich meine mich zu erinnern, daß man mir gesagt hätte, sie würde nicht gerne über ihre Erkrankung sprechen. Ihre offensive Frage erstaunt mich deshalb ein wenig. Und was soll man darauf antworten? Wieweit kann man damit klar kommen oder nicht klar kommen, wenn man sowieso keine Wahl hat? Hm....ganz gut....ja, antworte ich. Dann setze ich mich zu ihr und einem anderen Familienmitglied in das Wohnzimmer. Neben meinem Stuhl fällt mir eine weiße Katze auf. Spontan beginne ich sie zu streicheln, was die Katze auf den Gedanken bringt, mich ganz für sich zu vereinnahmen, indem sie auf meinen Schoß springt und meine Hand sowohl mit spitzen Krallen als auch spitzen Zähnen festhält, um immer neue Streicheleinheiten von mir zu fordern. Aua!
In einem Hotel oder einer Pension entbrenne ich in wilder Leidenschaft zu einem fast mannshohen Teddybären. Wenn er mit seinem großen Teddybärenkopf auf mir liegt und ich mein Gesicht in sein flauschiges Fell drücke, ist es, als wäre ich in einer weichen und warmen Höhle geborgen. Das macht mich ungeheuer an. Ich beginne deshalb zu masturbieren, unterbreche aber schnell wieder, weil mir einfällt, daß mir durch das Fenster wahrscheinlich jeder beim Teddybärchensex zusehen könnte. Und das wäre doch äußerst peinlich. Also stehe ich auf und untersuche die Lamellenvorhänge am Fenster, in der Hoffnung, sie irgendwie blickdicht schließen zu können. Währenddessen knallt die Tür auf und mein früherer und erster Bereichsleiter stürmt mit einer Klientin herein. Schlagartig wird mir bewußt, daß ich nur ein Nachthemd trage und keine Perücke. Eigentlich würde ich gerne im Erdboden versinken, aber bemühe mich trotzdem, mit gespielter Selbstverständlichkeit und Souveränität durch die Situation zu kommen. Aber eigentlich könnte man vorher ja auch mal anklopfen! Der Bereichsleiter will von mir, daß ich den Antrag der Klientin bearbeite und ihr helfe. Anscheinend soll sie sogar in der anderen Doppelbetthälfte meines Zimmers schlafen. Hallo gehts noch? Was ist mit meiner Privatsphäre? Und überhaupt bin ich hier nicht, um zu arbeiten! Trotzdem füge ich mich. Einmal kann man ja aushelfen, wenn es denn so dringend sein muß. Als ich durch das Zimmer auf die Frau zugehe, fällt mein Blick im Vorbeigehen auf einen bodenhohen Wandspiegel. Darin sehe ich vorwitzige tizianrote Haarsträhnen sich um meinen Nacken schlängeln und im gedämpften Licht seidig glänzen. Ich bin erstaunt, wie lang meine Haare so schnell geworden sind. Das sieht ja weniger schlimm aus, als ich dachte. Die Klientin lasse ich ein paar Papiere unterschreiben und mein Bereichleiter beginnt sich indessen den Bart zu rasieren. "Sie kommen doch wieder zu mir.." mehr Frage als Feststellung, sagt er und schaut mich hoffnungsvoll an. Damit meint er wohl in seinen Bereich, wenn ich arbeitsfähig bin. Ich antworte nicht, denn insgeheim bin ich verärgert. Wer will sich schon freiwillig solche Überfälle gefallen lassen? Ich betrachte sein Gesicht etwas genauer. Während die eine Hälfte des Bartes noch unter weißem Rasierschaum steckt, ist auf der anderen Seite des Gesichts ein kunstvoll und großzügig gezwirbelter Musketier-Bart zu erkennen.
Bemerkung: Mein früherer Bereichsleiter war in der Tat ein Schaumschläger.
Berufsträume - Samstag, 17. September 2011, 16:12