Mittwoch, 30. März 2011

Seminar mit Hitler

Ein Seminar mit Hitler als Seminarleiter. Er trägt akkurat gescheitelte Haare, aber keinen Schnurrbart. Angestrengt versuche ich zwei mathematische Aufgaben zu lösen, die auf einem weißen Blatt stehen und hoffe, daß ich nicht drankomme. Irgendetwas stimmt mit den Aufgaben nicht. Vielleicht sähen sie besser aus, wenn ich einfach alle Variablen so um das Gleichheitszeichen gruppiere, daß ein Gleichgewicht entsteht. Aber im Grunde habe ich keine Ahnung. Inzwischen bin ich mit einer Gruppe Kommilitonen ins Gespräch gekommen und wir stehen unaufmerksam an den Fenstern herum. Hitler schlendert in unseren Gang, was bedeutet, daß wir uns sofort zackig in Reih und Glied am Fenster aufzustellen haben. Da ich hinter einem Pfeiler stand, habe ich ihn nicht kommen sehen und springe deshalb erst überrascht in Haltung, als mich andere warnen und er bereits knapp vor uns ist. Durch den Überraschungseffekt habe ich jedoch so eine unglückliche Bewegung gemacht, daß ich im Stand das Gleichgewicht verliere und einen Ausfallschritt nach vorne, genau vor seine Nase, mache. Er guckt mich verärgert und auch ein bißchen verwundert, wie ich finde, an. Dann wird aus Hitler der verstorbene Studienfreund meines Vaters, ebenfalls akkurat gescheitelt und nun der Seminarleiter. Bei ihm habe ich wahrscheinlich keinen besseren Stand, deshalb hoffe ich, daß er mich nicht anspricht. Später irgendwo bei meinen verstorbenen Großeltern und schließlich um 3 Uhr nachts auf der Straße unterwegs, wo ich durch Tuscheleien der Passanten mitbekomme, daß McCoy, der Bordarzt der Enterprise gerade gestorben ist.

Bemerkung: Die Korrelation des Begriffes "einen guten Stand haben" mit dem Traum ist mir erst beim Schreiben aufgefallen. Und McCoy ist bereits im Juni 1999 gestorben. Ich hinke etwas hinterher.

Montag, 28. März 2011

Handfessel

Unter freiem Himmel über den Paare von Kriegsbombern ziehen. Sie wollen nicht in meine Stadt, sondern in eine andere, aber es ist trotzdem nötig, sich zu verstecken. Irgendwo, die Bomber über uns hinwegfliegend, tausche ich mit meiner Jugendliebe Küsse aus. Die Jugendliebe wird zu meinem Kumpel, dem ich über einige sexuelle Eskapaden von mir berichte, mit Leuten, mit denen man sowas eher bleiben lassen sollte, und meine entschuldigend hinzufügen zu müssen, daß es nicht wirklich Sex war, sondern Normalität. Ich spüre plötzlich etwas an meinem Handgelenk, das sich wie eine eiserne Handfessel anfühlt. Doch es ist mein Kumpel, der mein Handgelenk in eisernem Griff hält, als wolle er mich an sich ketten. "Willst du mich nicht loslassen?" frage ich, denn schließlich kann er mich nicht ewig an sich binden. Aber er scheint nicht zu wollen.

Sonntag, 27. März 2011

Lebendig

Ich gehe eine breit angelegte, öffentliche, nicht sehr steile Treppe hinunter, und während ich gehe, kommt mir blitzartig eine Erkenntnis, die mir wie eine Offenbarung erscheint. Plötzlich weiß ich nämlich, daß das Baby, welches ich in meinem Bauch trage, lebendig ist, wobei die volle Bedeutung des Begriffes "lebendig" mir jetzt erst wirklich bewußt wird. Es umfaßt mehr als einfach nur am Leben zu sein, sondern auch, daß das Baby alles um mich herum bewußt wahrnehmen, sehen, hören und fühlen kann, ganz genauso wie ich. Wer hätte das gedacht.

Samstag, 26. März 2011

Flieger, Hochzeit, Bär

Ein Flieger ans Meer steht für mich bereit. Kein großer, nur ein kleiner exclusiver für vielleicht dreißig Leute. Innen ist er mit rotem Teppich und dunklem Holz ausgestattet, die Sitze wie in einem Veranstaltungsraum in verschiedene Richtungen zeigend.
Hochzeitsvorbereitungen. Jemand zeigt mir sehr häßliche braune Pumps, die jedoch extrem weich gepolstert und deren Absätze abgebrochen sind. Er meint, ich sollte sie bei meiner Hochzeit tragen, da sie ein Symbol dafür seien, daß ich auch nach der Heirat frei sei, überall hin zu gehen und bequeme Schuhe zu tragen. Aber sie gefallen mir nicht.
Ein kleiner verspielter Bär, mit dem ich herumtolle.

Sonntag, 20. März 2011

Hund, Ratte, Enten in Hosen

In meinem Bezirk ist es mit den Jahren immer belebter geworden. In der Mitte befindet sich ein großer Park mit Sportplätzen, vielen Ecken und Winkeln, sowie sogar einem Flugplatz. Zuerst bewege ich mich seltsamerweise mit einem Schlitten über die Wege, obwohl sommerliches Wetter ist. Neben dem Schlitten her läuft stets ein kleiner Hund, mein neues Haustier. Er heißt "mein treuer Hund", denn genauso nenne ich ihn, ist still, liebenswert und immer an meiner Seite. Wir durchqueren einen Sportplatz, auf dem die Senioren eines Altersheims äußerst mobil ein Ballspiel spielen, so daß ein Durchkommen schwierig ist, doch schließlich wird mir Platz gemacht. Dann liege ich mehr als daß ich sitze auf einer winkligen Parkbank und betrachte krabbelnde Käfer auf dem Erdboden. Hinter mir höre ich sich zwei Männer unterhalten. Sie reden so laut, daß ich sofort mitbekomme, es geht um mich. Einer erklärt dem anderen, wie Frauen es anstellen, die Männer auf sich aufmerksam zu machen. Dabei benennt er meine "grünen Kulleraugen" und die runde Hüfte, die sich in der Seitenlage besonders hervorhebt, was angeblich Absicht sein soll. Ich fühle mich unwohl, denn ich liege hier halb auf der Bank, weil ich nicht mehr laufen konnte und an einer Wand zusammengebrochen bin. Ich war mit einer dunkelhaarigen Frau zusammen, die an die Exfreundin meines Bruders erinnert. Sie hat mich hier auf die Bank gebracht und ist kurz weggegangen. Ich habe ganz andere Probleme als Männer anzulocken und sogar mit den Augen die ganze Zeit auf den Boden geschaut. Aber in einem kleinen Moment muß der Mann trotzdem etwas von ihnen gesehen haben. Doch das ist noch immer kein Grund, mir irgendetwas zu unterstellen. Endlich kommt meine Begleiterin wieder und ich fühle mich jetzt sicher, erleichtert erzähle ihr, was ich gehört habe. Wir gehen weiter, fast scheint es, als seien wir ein Liebespaar, jedenfalls fühle ich mich gut mit ihr und an einem gußeisernen Tor, komplimentiert uns ein schwarz-weißer Heinz Rühmann mit Hut und Trenchcoat durch das Tor hindurch mit einer Bemerkung über Romanzen. An einem großen Parkgehege für Ratten, von Wasser umgeben, beuge ich mich neugierig über den nur halbhohen Zaun, viel zu weit hinüber, so daß ich mit der Wange schon fast das Wasser berühre, als ich plötzlich etwas spüre. Eine Ratte, die sich unter Wasser aufhielt, hat mich gerade geküßt! Als ich verwirrt nach dieser Ratte suche, sind es plötzlich Watschelvögel (Enten?) in kurzen Hosen, die davonmarschieren. Schließlich erreiche ich meine Mutter, die gerade sehr konzentriert und ernsthaft eine Veranstaltung vorbereitet. Es wird eine zweite Trauerfeier für meinen Vater. Warum die nach über einem Jahr noch einmal stattfinden soll, ist mir unklar. Ersichtlich wird jedoch, daß es sich um eine äußerst wichtige und bedeutende Veranstaltung handelt. Die eigentliche Bedeutung bleibt mir verborgen, was wohl auch so sein soll. Ich folge der Trauerfeier relativ ungerührt, da ich ja schon getrauert habe, als mir eine Botschaft meines Vaters übermittelt wird. Diese Botschaft ist anscheinend die geheime Bedeutung der Veranstaltung und irgendeine Art von Einweihung. Sie lautet: "Du bist schön, schön wie eine Lemone." und dies in einem Singsang, der mich an eine ähnliche Zeile aus einem Lied erinnert (welches ich jedoch nicht benennen kann). Ich kann die Botschaft zwar nicht deuten, bin aber gerührt.

Dienstag, 15. März 2011

Einkäufe

Ein Geschäft in der Innenstadt, welches sich irgendetwas mit "Frühling" nennt. Vielleicht "Frühlingsmarkt" oder ähnlich. Es ist sehr beliebt zum Kramen, da man dort neben Kleidung vor allem Selbstgemachtes bekommt. Ich schaue ebenfalls hinein. Über Treppen geht es durch mehrere kleine Verkaufsräume. In einem liegen Lammfell-Winterjacken gestapelt, die mich aber nicht so sehr interessieren, da ich ja eine besitze. Stattdessen erregt eine kurze Jacke in samtigen strahlenden Weiß mit weißen Fellpuscheln meine Aufmerksamkeit. Bei genauerem Hinsehen erkenne ich eine hauchfeine, leicht durchsichtige goldene Zickzackborte an Ärmel- und Jackenabschluß. Ja, das würde mir gefallen. Überraschend fällt mir ein, daß Gris, aus jenem Traum: https://weltentanz.twoday.net/stories/stoerenfreunde/, gar nicht mehr angerufen hat. Allerdings habe ich ihn meinerseits ebenfalls völlig vergessen, obwohl unser Treffen gerade erst höchstens eine Woche, (oder zwei?), her ist. Mir kommt es vor wie eine Ewigkeit, die inzwischen vergangen ist, was ich seltsam finde. Auch, daß mir zwischendurch alles entfallen ist. Vielleicht hat er ja doch angerufen - ich hatte die ganze Zeit mein Handy ausgeschaltet. Das Handy mußte man irgendwo abgeben und ich bekomme mit, daß ein Kind fast darüberlatscht, weshalb ich schnell hinzuspringe und es rette. Oder nicht, denn das Handy ist bereits kaputt. Ein breiter Riß zieht sich vertikal über das Touchdisplay und es ist nichts mehr darauf zu erkennen, auch nicht, ob jemand angerufen hat. So ein Mist. Dafür ist das Handy jetzt in einen breiten Rahmen zum Aufhängen an die Wand gebettet. Dieser enthält einen Stadtplan und Pins zum Markieren. Immerhin, gar nicht so schlecht dieses Offline-Teil. Ich stecke beides ein, da ich inzwischen argwöhne, es ist nicht mein Handy, sondern wurde vertauscht. Aber meines finde ich wahrscheinlich eh nicht mehr. Irgendwo sehe ich Gris mit einer Frau sitzen, anscheinend eine Neue, die er umgarnt hat. Erwartungsgemäß läßt es mich völlig gleichgültig, da ich nicht in ihn verliebt war. Ich kann nun wohl davon ausgehen, daß er nicht angerufen hat, aber frage mich, ob er mich noch kennen will oder nicht und ich ihn ansprechen soll. Immer so tun, als ob man sich nicht kennt, ist auch doof. Doch ich störe lieber nicht und kaufe stattdessen eine rot-weiße Sommerjacke aus einem Mix von kleinen Karos und Blumenmuster. Leider habe ich sie vorher nicht anprobiert und stelle erst auf der Straße fest, daß die Ärmel viel zu klein und kurz sind. Ich kriege da nicht einmal meine Hand hinein, weshalb ich noch einmal das Geschäft betrete und reklamiere. Die Dame am Verkaufstand ist etwas verärgert, aber mein Gott, ich kann ihr auch nicht sagen, warum ich die Jacke vorher nicht anprobiert habe. Und das ist ja wohl unrelevant, denn ich möchte schon eine Jacke haben, die paßt.

Montag, 14. März 2011

Books und die Tyrannosaurius

Mit Booksandmore befinde ich mich in einer speckigen Spelunke. Der Wirt hinter der Theke, vor der wir anstehen, ist schmierig und seine langen zotteligen braunen Haare werden von einer glänzenden Halbglatze gekrönt. Mir ist dieser Ort suspekt, aber Books behauptet, daß es hier die besten (Pommes? Kartoffelplätzchen?), jedenfalls irgendeine Spezialität gibt, auf die er schwört. Eigentlich ist die Kneipe sogar für zwei Spezialitäten bekannt, aber Books schwört vor allem auf dieses Kartoffelgericht. Mein Blick fällt zufällig unter die Theke, wo kiloweise faulige, halb schwarze Kartoffeln lagern, die anscheinend für das Essen verwendet werden, denn ein Schälmesser liegt mit dabei. Mir ist der Appetit vergangen und ich frage mich, ob Books das nicht sieht oder ob es ihm egal ist. Da ich ihm aber auch nicht die Freude nehmen möchte, wage ich nur zu sagen: "Laß uns woanders hingehen, hier schmeckt es nicht.", was natürlich keinen Erfolg hat. Es käme ihm gar nicht in den Sinn, auf seine Lieblingsspezialität zu verzichten und schließlich hat es ihm bisher immer geschmeckt. Nur leider haben wir jetzt ein Problem, denn der Wirt hat gehört, was ich gesagt habe. Für einen Moment befürchte ich fast, wir bekommen Ärger. Doch statt zu schimpfen beläßt es der Wirt dabei, uns vollständig zu ignorieren, obwohl wir an der Reihe gewesen wären. Stattdessen sagt er sogar zu einem Angestellten, ich vermute um uns eins auszuwischen, er solle ihm die besten fünf Stücke der Spezialität zurücklegen. Langsam verziehe ich mich in den hinteren Teil des Raumes, auf die erste Reihe an der Wand entlanggeführter Sofasitze, denn ich habe zum einen ein schlechtes Gewissen, weil ich Books den Spezialitätengenuß vielleicht vermasselt habe, und zum anderen, weil es, falls er doch noch etwas bekommt, wohl noch dauern wird. Zufällig weiß ich, daß sich genau unter dem Sitz, auf den ich mich gesetzt habe, der Alarmknopf befindet. Man muß deshalb immer vorsichtig sein, ihn beim Hinsetzen nicht versehentlich auszulösen. Doch es ist alles gut gegangen. Neben mir in einer Nische lassen mehrere Männer kleine Gummisaurier die Wand hinauflaufen. Sie laufen ganz von alleine, so als wären sie lebendig. Vielleicht sind sie das sogar? Als sie meine Neugier bemerken, jagen sie die Saurier zu mir. Schnell drehe ich ihnen den Rücken zu, spüre jedoch, wie eine Horde Tyrannosaurius Rex genau meine Wirbelsäule entlang hinauffegt bis zu meinem Kopf, wo sie scheinbar im Gehirn verpuffen, und ich erwache.

Bemerkung: Hm, ich habe den Eindruck, Taxol wirkt auf das zentrale Nervensystem inklusive Gehirn und frage mich, ob dieser Traum wohl auch eine Auswirkung davon ist. Das Komische ist, daß ich irgendwann später im Halbschlaf die perfekte Deutung für diesen Traum hatte, die mir aber wieder entfallen ist.

Sonntag, 13. März 2011

Zwangsheirat

Meine Eltern haben eine Zwangsheirat zwischen mir und einem entfernten Cousin namens Cairo organisiert. Wir haben uns noch nie vorher gesehen und lernen uns erst während der Festlichkeiten zur Hochzeit kennen. Diese sind eher reduziert und finden im kleineren Kreis, aber über längere Zeit statt. Das erste, was ich von Cairo sehe, ist sein royalblau leuchtender Pullover auf meinem Bett und ich denke genervt bei mir, daß ich jetzt nicht mehr nur meine Pullover, sondern auch seine waschen muß. Und ich vermute, daß er ebenfalls nicht sehr begeistert über diese Heirat und über mich ist und sein wird. Ein Großteil der im Dunkeln bleibenden Handlung findet nun im Garten meiner Großmutter statt, der mehr einem orientalischen Zaubergarten gleicht, mit vielen versteckten Winkeln, Springbrunnen und Wasserbecken. Irgendwo ein niedriger Baum, in welchem ich eine graue Tigerkatze und einen schneeweißen Vogel entdecke. Erst überlege ich, was für eine Vogelart das ist, doch dann beschäftigt mich, daß er von der Katze eindeutig belauert wird. Ob sie ihn wohl fangen wird?

Freitag, 11. März 2011

Sigmund Freud

Lange Ausflüge durch die Nacht. Zuerst alleine auf der Suche nach dem richtigen U-Bahn-Aufgang. Daß ich den falschen erwischt habe, bekomme ich erst mit, als sich das Tor des entsprechenden Aufgangs langsam senkt, bis nur noch ein schmaler Spalt über dem Boden offen ist. Wenn ich nicht mehr herauskomme, bin ich eingeschlossen.
Später mit früheren Klassenkameraden, besonders N.B., Ausflüge an der U-Bahn-Linie und einem Zaun entlang. Ein schwindelerregendes, buntes Klettergerüst, eine riesige Kirche mit winzigen Fenstern, die fast wie ein Bollwerk wirkt. An einem versteckten Pfad hinter dem Zaun stehen die Stühle und Bänke aus der Wohnung von Sigmund Freud wie Ruheplätze am Wegesrand. Dunkles Holz mit netzartiger Bespannung und Ovalen als Schmuck, in welchen Zahlen stehen. Sigmund Freud selbst spaziert mit Zylinder und Gehstock in der Gegend umher. Aber wenn wir uns auf seine Möbel setzen, wird er irgendwann kommen und mit uns sprechen. Also tun wir das.

Donnerstag, 10. März 2011

Geheimnisse des Schreibens

Ein von mir geschriebener Text liegt vor mir und gefällt mir nicht. Plötzlich geht mir auf, wie ich es besser machen könnte. Ich nehme mir vor, alles noch einmal neu aber völlig anders zu schreiben, was ich eher selten mache. Es ist, als hätten sich mit einem Mal die tiefsten Geheimnisse der Schreibkunst vor mir eröffnet. Leider ist von der Erleuchtung nichts hängengeblieben.

Dienstag, 8. März 2011

Realer Ausblick

Meine erste Physiotherapeutin leitet im Traum einen Mal- und Bastelzirkel, der immer freitags um 12 Uhr nach Arbeit bzw. Fachhochschule in ebendieser stattfindet. Ich sitze dort gerade mit ihr und anderen um einen großen, rechteckigen Tisch. Es ist bereits dreiviertel eins ohne daß der Zirkel begonnen hat, als ich plötzlich völlig spontan aufstehe, meine Sachen zusammenpacke und sage, ich könne heute nicht. Sie ist ziemlich verärgert, zumal ich auch sonst nicht so regelmäßig da bin und meint, sie hätte doch vorher darüber informiert, daß der Zirkel später beginnt. Ja, entgegne ich, aber wer hat schon Lust, hier freitags ab um 12 Uhr sinnlos herumzusitzen - und gehe.
Eine neue Wohnung, im dritten Stock gelegen, also etwas niedriger, und mit großen Fensterflügeln, wie sie in Neubauten üblich sind. Im Schlafzimmer existieren zwei Heizungen, eine direkt am Bett und eine unter dem Fenster. Die am Bett habe ich auf 3 gedreht, damit mir nicht so warm wird, die am Fenster ist jedoch voll auf, da ich Tag und Nacht den Fensterflügel weit offen habe, um frische Luft zu bekommen, es mir aber sonst an der Glatze frieren könnte, die zum Fenster liegt. Denn es ist draußen kalt und kleine durchsichtige Schneeflocken tanzen in der Luft. Während ich sinnend am Fenster über diese Lösung nachdenke, fällt mein Blick hinaus und ich sehe den sonnenbeschienenen Hof meines früheren Elternhauses, als würde ich dort am Fenster stehen. Nein, das kann nicht sein, daß ich diesen Hof sehe. Das paßt nicht zusammen. Wenn ich jetzt die Augen schließe und wieder öffne, dann sehe ich die Realität, nehme ich mir vor. Und richtig, als ich die Augen öffne, sehe ich die Wandverkleidung meines Bettes vor mir, in dem ich wahrscheinlich gerade schlafe. Das ist die Realität.

Traumpfad: https://weltentanz.twoday.net/stories/nimm-bonbons/

Montag, 7. März 2011

Blaues Nasenkätzchen und blaue Gänseblümchen

Mit meiner früheren Schulfreundin zusammen in einem Bett. Wir lesen uns gegenseitig Geschichten vor. Sie zuerst eine Sherlock-Holmes-Story, danach bin ich dran. In der Geschichte kommt jede Menge Unterwäsche vor, welche nun als reale Unterwäsche zwischen den Seiten liegt und durch welche ich mich wühlen muß. Dies verwirrt mich, so daß die Geschichte stockt. "Hattest du auch so viel Unterwäsche?" frage ich meine Freundin, die hintereinanderweg und ohne Unterbrechungen gelesen hat. Sie schüttelt den Kopf. Klar, in Sherlock-Holmes-Stories kommt nicht viel Unterwäsche vor. Ich erwache irgendwann im Bett und spüre ein paar Katzenpfötchen auf der Bettdecke tapsen. Auch ein leises, behagliches Schnurren ist nun deutlich zu vernehmen. Die Katze sucht sich anscheinend ein gemütliches Plätzchen. Als ich genauer nachschaue, was sich auf der Bettdecke tut, finde ich jedoch nichts und niemanden. Da ich im Halbschlaf noch nicht sprechen kann, rufe ich nur im Gedanken "Miezi! Miezi!" und schon sehe ich neben dem Bett einen schwarzen Rücken heranschleichen. Ah, ich wußte doch, daß die Katze meine Gedanken verstehen kann. Ich kann mit ihr über die Gedanken kommunizieren. Als ich zur Seite schaue, sitzt da jedoch nicht meine Katze, sondern eine noch sehr junge, völlig schwarze Katze mit einer leuchtend blauen Nase.Wie witzig! Sowas habe ich noch nie gesehen. Ich strecke die Hand aus, um ihr Köpfchen zu streicheln. Sie ist ja so drollig.
Auf einem Sportplatz mit grünem Rasen. An einer Stelle im Rasen hat sich ein Rechteck aus blauen Gänseblümchen gebildet. Ich kann es nicht lassen, drei davon zu pflücken und denke daran, noch drei weiße Gänseblümchen dazu zu nehmen. Auf einer Seite des Sportplatzes marschieren Menschen im Gänsemarsch vorüber, alle von ihnen größere und kleinere weiße Gänseblümchen in den Händen. Wer weiß, was dies für eine Parade ist... Auf dem Weg um den Sportplatz passiere ich einige Leute, die am Rand auf dem Rasen sitzen. Jemand ruft mir hinterher. Als ich mich umdrehe, erkenne ich meine Kollegin K.H., die jetzt anscheinend woanders arbeitet. "Oh, ich habe dich gar nicht erkannt." erkläre ich. Vielleicht liegt das an ihren neuen dunklen und lockigen Haaren, die so überhaupt nicht zu ihr passen. Fast wirken sie wie eine Perücke. Ziemlich böse sagt sie zu mir, daß man sich einige Sachen über mich erzählt. Ich habe keinen Schimmer, was ich nun wieder verbrochen habe und worüber man sich das Maul zerreißt, aber es ist auch nicht viel aus ihr heraus zu bekommen, weshalb ich andere Themen anschneide und sie frage, wie es ihr an der neuen Arbeitsstelle gefällt. Sie scheint zwar versöhnlicher, erzählt aber auch jetzt nicht viel, sondern spricht eher kryptisch, wobei sie unzufrieden wirkt: "Ich denke oft an die Rhododendron-Büsche die 'oben' wachsen, und ich glaube, es hat einen Grund, daß sie genau dort wachsen."

Samstag, 5. März 2011

Das Krankenhaus am Rande der Stadt

Skurrile Begegnungen und Bilder in einem "Krankenhaus am Rande der Stadt". Ich glaube, es gab mal eine derartige Arztserie, die ich nie wirklich gesehen habe, doch im Traum bin ich mittendrin, als was genau, Patient, Mitarbeiter oder Besucher, ist nicht festzustellen. Das Haus selbst ähnelt der alten Büro-Villa, die in früheren Zeiten ein Sanatorium gewesen war. Mein Vater ist dort und noch quicklebendig. Irgendwo ziehe ich einen Vorhang zur Seite und erwische den Oberarzt mit mehreren Schwestern beim Gruppensex. Oh Verzeihung, wollte nicht stören. Bin mit einer Schwester in einem etwas unheimlichen Raum und kann nicht ausmachen, ob das Teil auf der Liege eine verwesende Leiche oder ein Roboter ist. Es trägt auf der Brust jedoch so etwas wie einen rot leuchtenden Knopf. Auf dem Weg nach Hause ist der Bürgersteig mit Weihnachtskugeln übersät. Hebe eine durchsichtige auf und betrachte sie. Sie ist an einer Seite verbeult. Abspann der Serie, in welchem nicht die Namen der Schauspieler genannt werden, sondern die Gesichter in neun kleinen Kästchen noch einmal gezeigt.



Vorspann läuft ab Minute 2 - Dreizehn Diagnosen

Dienstag, 1. März 2011

Störenfreunde

Ein Abend, den ich irgendwo in der Natur, an einem schimmernden See ausklingen lasse. Ich liege etwas erhöht auf einem Hügel, eine Decke zwischen mir und der Erde. Dies scheint ein beliebter Platz zu sein, in der Nähe von Oranienburg, denn auch andere Leute lassen sich hier nieder. Es kommen mehrere Asiatinnen, eine davon greift nach meiner Decke, als ich kurz aufgestanden bin. Dafür gebe ich ihr eine schallende Ohrfeige. Ich bin selbst über mich erstaunt und sie geht empört zu den anderen. Aufgeregt schnattern sie in ihrer Sprache durcheinander und werfen mir böse Blicke zu. Doch nach der Ohrfeige bin ich besänftigt und reagiere auf Bemerkungen von ihnen nur noch mit nett lächelnden Antworten, was auch sie besänftigt. Fast scheinen sie mich inzwischen zu mögen. Neben mir liegt nun eine Sportkollegin aus dem Gesundheitsverein. Wir reden nicht, ich habe sie noch nicht einmal gegrüßt, und ich hoffe, sie nimmt mir das nicht übel. Doch unser Schweigen ist einträchtig und vertraut. Irgendwann mache ich mich auf den Weg nach Hause und lande in einem fremden Schlafzimmer, wo ich den Weg durch einen der Kleiderschränke suche. Der Weg zurück nach Hause geht nämlich durch eine kleine versteckte Öffnung. Jemand macht mich darauf aufmerksam, daß ich im falschen Schlafzimmer bin und zeigt mir das richtige. Hier muß also irgendwo in den Kleiderschränken der Durchgang sein. Ich erwache in meinem Bett, neben mir ebendieselbe Sportkollegin, die gerade noch auf dem Hügel neben mir lag. Am Nachmittag klingelt das Telefon, ein Mann ist am Apparat. Sofort fällt mir alles wieder ein. Ich hatte gestern Abend einen Mann auf dem Hügel kennengelernt. Er heißt Gris und wir haben uns unterhalten. Er hat mir von seinem Lieblingsbuch erzählt und ich finde es auf meiner Anrichte. Hat er es mir geschenkt? Ich hoffe es, nicht daß ich es einfach eingesteckt habe. Es ist ein Kinderbuch über die Familie Eberlein und sieht aus wie die Ausgabe meines Struwelpeters, die ich als Kind hatte. Danach haben wir Fesselspiele gemacht, indem er mich mit dem Faden einer Garnrolle so sacht und fein einwickelte, daß ich mich jederzeit selbst daraus befreien hätte können. Ein wenig wundert es mich, daß er so schnell bei mir anruft. Am Telefon erzählt er mir, daß er mit mir sogar zur Oscarverleihung fahren würde. Hm, warum erzählt er mir das? Ich schweige und irgendwann schweigt er auch, was mir gar nicht gleich auffällt. Als ich das Gefühl habe, daß die Verbindung abgerissen ist, frage ich schnell: "Was hast du gesagt?" Ich lasse mich auf eine Verabredung bei ihm zu Hause ein. Es sind vier Freunde und Freundinnen von ihm dort, die in einer Couchecke sitzen und lebhaft diskutieren. Inzwischen würden wir gern alleine sein. Ich liege schon nackt und bäuchlings auf seinem Bett in der anderen Ecke des Raumes. Er betrachtet mich und macht begeisterte Bemerkungen über meinen angeblich kleinen, süßen Hintern. Zwischendurch sehe ich in einem Baum vor dem Fenster einen Affen, wie mir scheint, was mich sehr erstaunt. Ein Eichhörnchen ist es jedenfalls nicht, obwohl das Tier ein rotes Fell hat. Als ich Gris darauf aufmerksam mache, ist es ein kleinrassiger Bär, der aus dem Geäst springt. Auch Gris ist jetzt nackt und ölt meinen Rücken ein. Außerdem hat er ein schwarzes Kondom bereit gelegt. Doch seine Freunde scheinen unsere Aktivitäten gar nicht zu bemerken, bzw. sie stören sich nicht daran und machen keine Anstalten zu gehen. Deshalb zieht er sich wieder einen Bademantel über und wirft einen zweiten über mich drüber. Dann legt er sich halb auf mich drauf und beginnt mir aus seinem Kinderbuch über die Familie Eberlein vorzulesen. Dabei hält er eine andere Ausgabe in der Hand, die Ausgabe, die ich zu Hause habe, hat er mir tatsächlich geschenkt, wie ich erleichtert feststelle. Durch den Stoff der Bademäntel hindurch spüre ich seine Erektion, was mich so ablenkt, daß ich nichts von dem mitbekomme, was er mir vorliest. Stattdessen frage ich mich, wie lange er wohl an sich halten kann, ohne in den Bademantel zu ejakulieren.

Bemerkung: Da hat mich doch jemand offensichtlich umgarnt...

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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