Probewohnen im Big-Brother-Haus
Einige Tage vor Beginn einer neuen Staffel, wird das Big-Brother-Haus für die Allgemeinheit als eine Art Herberge geöffnet. Ich bin mit anderen Leuten auf Reisen, und da wir kein Hotel mit freien Zimmern mehr gefunden haben, kommen wird dort unter. Das Merkwürdige ist, daß ich dort alles verkehrt herum mache. Ich schlafe am Tag und bin nachts auf, ja, ich liege sogar mit dem Kopf am Fußende des Bettes und mit den Füßen am Kopfende. So jedenfalls wache ich spät am Tag auf. Es ist schon Nachmittag und ich frage mich, was man wohl von mir denken wird, wenn ich so lange schlafe. Plötzlich habe ich das Gefühl, nackt im Bett zu liegen. Sollte ich etwa aus Gewohnheit nackt schlafen gegangen sein, ohne daran zu denken, daß ich beobachtet werde? Wie peinlich! Vorsichtig taste ich unter der Bettdecke vor und glücklicherweise trage ich doch einen Schlafanzug, dessen dünne Spaghettiträger jedoch von den Schultern gerutscht sind. Umständlich ziehe ich sie unter der Bettdecke wieder hoch. Dann bleibe ich noch ein bißchen liegen. Mir ist dabei bewußt, daß ich, egal auf welche Seite ich mich wende, nirgends unbeobachtet bin. Es wurden vor der neuen Staffel extra neue Spiegel und Kameras eingebaut, die jetzt wirklich von allen Seiten und Winkeln filmen. Ziemlich lästig das. Schließlich springe ich aus dem Bett und suche meinen Koffer. Ich finde ihn erst, nachdem ich etwas planlos im Schlafzimmer herumgelaufen bin, neben der Tür. Beim Anziehen streife ich die Jeans über die Schlafshorts. Das wirkt zwar sicher etwas seltsam, aber Ausziehen tue ich die hier nicht. Zum Glück reisen wir heute schon wieder ab. Die restliche Zeit bis zur Abreise versuche ich mir irgendwie zu vertreiben, wobei ich gleich neben der Eingangstür ein Regal voller Kosmetikartikel wie im Kaufhaus finde. Ich stöbere ein bißchen und stelle fest, daß es haufenweise Sets für falsche Fingernägel enthält. Ich nehme das eine und andere in die Hand, schaue kurz drauf, mehr um die Zeit totzuschlagen denn aus wirklichem Interesse, und lege sie gelangweilt wieder zurück. Falsche Fingernägel scheinen hier die einzige Beschäftigungsmöglichkeit zu sein. Wie gut, daß ich nicht mehr lange hier bin.
Bemerkung: Mich beschäftigten, nachdem ich die Doku zum Berliner Schloss gesehen habe, die Abhör- und Videokabel für eine ganze Kleinstadt, die in den unterirdischen Gängen gefunden wurden, die zum Palast der Republik führten. Schließlich bin ich zwar nicht oft, aber doch einige Male dort gewesen.
Bemerkung: Mich beschäftigten, nachdem ich die Doku zum Berliner Schloss gesehen habe, die Abhör- und Videokabel für eine ganze Kleinstadt, die in den unterirdischen Gängen gefunden wurden, die zum Palast der Republik führten. Schließlich bin ich zwar nicht oft, aber doch einige Male dort gewesen.
Träume von Urlaub und Reisen - Sonntag, 5. Oktober 2008, 13:18









