Donnerstag, 17. Juli 2008

Der Blogspielplatz und die ischatologische Abhandlung über die Sezession von der "Strasse der Finsternis"

Ein großer Spielplatz für Erwachsene und Kinder. Während die Kinder draußen spielen, gibt es für die Erwachsenen einzelne Zimmer, die sich "Blogs" nennen. Jeder Blog ist das genaue Abbild seines Besitzers und wird durch ihn gekennzeichnet, auch wenn er zur Zeit nicht im Blog anwesend ist. Jeder, der will, kann hinein oder hinaus gehen, oder auch länger bleiben und sich mit anderen zu einem Gespräch oder einer Party treffen. Außerdem sind alle Blogs miteinander durch Türen verbunden, durch die man in den nächsten Blog gelangt. Ich befinde mich im Blog einer Schauspielerin und treffe dort zufällig meine frühere Mitschülerin St. R.. Wir unterhalten uns über verschiedene Dinge, auch tiefergehende, und ich erkläre ihr überzeugt, daß man Negatives durch seine eigene Einstellung verändern und zu etwas Positivem machen kann. Wenn man zum Beispiel etwas tun muß, wozu man gar keine Lust hat und das man einfach schrecklich findet, ist es möglich, den eigenen Blick darauf so zu ändern, daß sich sogar Einstellung und Motivation ändern, indem man sich auch die positiven Auswirkungen und Seiten dessen bewußt macht. Dann fällt mir urplötzlich mitten im Gespräch ein, daß ich letzte Nacht von St. geträumt habe. Das finde ich kurios und so sage ich völlig zusammenhanglos und unvermittelt: "Ich habe letzte Nacht von dir geträumt.". St. ist natürlich neugierig und fragt nach, was ich denn genau geträumt hätte. Und sofort mit dem Erzählen kommt auch die Erinnerung an den Traum wieder, der mir jetzt lebendig vor Augen steht und völlig mühelos und ohne daß ich selbst überhaupt mitbekomme, was ich erzähle, meinen Lippen entströmt. Erst als St. auf einmal ein völlig erstauntes Gesicht macht, fällt mir auf, daß ich von meinem Kumpel erzählt habe. Dies tat ich ebenfalls davor in unserem Gespräch und jetzt wird mir klar, warum sie so überrascht ist. Es ist, als hätte ich im Traum unser Gespräch vorweggenommen. Das ist mir selbst gar nicht aufgefallen. Ich berichte ihr außerdem davon, wie sie mit einer weißen Federboa auf einem weißen Seil sitzt (ein Bild, daß ich als Teil meines Traumes im Traum deutlich vor mir sehe). Sie muß darüber lachen, denn sie kann sich sich selbst wohl nicht mit einer Federboa vorstellen. In der entstehenden Pause schaue ich mich um und entdecke hinter einem Zaun einige kleine Kätzchen. Die sind so süß, daß ich St. sofort auf sie aufmerksam mache. Ihr fällt ein, daß sie weg muß, denn ihre Kinder sind auf dem Spielplatz. Sobald sie gegangen ist, trete ich ebenfalls hinaus und bemerke, wie ein junger Mann den gesamten Spielplatzkomplex mit einem weiß-roten Absperrband umschließt. Er scheint dabei irgendwie am Himmel zu schweben und auch das Absperrband schlingt sich ziemlich weit oben um Türme und Dächer. Dabei schaut er mich an und lächelt. Es ist ein zugleich seltsames und wohltuendes Lächeln, so als würde er mich kennen und mich liebevoll bei meinen Aktivitäten auf dem Spielplatz beobachten. Ich bin irritiert und überlege gleichzeitig, ob es schon so spät ist, daß niemand mehr auf den Spielplatz darf. Ein Blick auf die Armbanduhr zeigt genau 9 Uhr abends an, also meines Erachtens überhaupt nicht spät. Doch gleich darauf erfahre ich, daß einige Kinder von hier verschwunden sind. Aha, deshalb das Absperrband. Zur Absicherung des Tatortes. Die Zahl der Kinder ist nicht genau auszumachen. Sie schwankt zwischen drei und fünf, pendelt sich dann bei der vier ein. Vier Kinder sind gleichzeitig verschwunden. Mir fällt ein, daß hier auch schon früher vereinzelt Kinder vermisst wurden, aber nie vier auf einmal. Anscheinend treibt in dieser Gegend ein Perverser sein Unwesen, wie schrecklich. Zurück im Blog ist St. noch immer fort. Kein Wunder, sie wird sich Sorgen um ihre Kinder machen und lieber auf sie aufpassen. Mein Blick fällt auf eine Küchenanrichte, deren verglastes Oberteil mit Büchern gefüllt ist. Ich suche mir zwei heraus, welche mich interessieren und entdecke gleichzeitig an sehr dünnes Büchlein, auf der Anrichte liegend. Ich lese etwas von "Straße der Finsternis". Ist das nicht dieser Lynch-Film? (Ich denke dabei an "Lost Highway", dabei gehört der Begriff als Nebentitel zu "Mulholland Drive".) Oh, super! Das könnte der Roman dazu sein, den nehme ich mit. Doch sobald ich das Buch in den Händen halte, kommen mir Bedenken. Vielleicht ist das ja ein aktuelles Drehbuch, welches die Schauspielerin für ihre Arbeit braucht. Und wenn der Film noch nicht fertig ist, soll das Drehbuch sicherlich geheim bleiben. Vorsichtshalber lege ich das Büchlein zurück an seinen Platz und prüfe dabei noch einmal genau, was auf dem Titel steht. Da steht: "Ischatologische Abhandlung über die Sezession von der "Straße der Finsternis". Merkwürdiger Buchtitel. Ich kann mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen.

Bemerkung: Wenn man statt "ischatologisch" "eschatologisch nimmt, würde es entfernt Sinn machen.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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