Samstag, 10. November 2007

Kettenkarussell-Akrobatik und schwarze Hunde

Nur kurze Fragmente: Ich habe irgendwo von irgendjemanden gelernt, akrobatische Kunststücke an einem Kettenkarussell bzw. einer Schaukel zu präsentieren. Ich werde gefragt, ob ich diese mal vormachen möchte, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich es noch kann und das auch noch auf einer richtig gut besuchten Kirmes. Mir fällt jetzt nämlich wieder ein, daß ich das in Polen gelernt habe, auf einem wenig besuchtem Volksfest.
Später gehe ich einen Weg entlang, auf welchem ich einen Mann mit drei schwarzen Hunden begegne - einem großen, einem mittleren und einem kleinen. Der große Hund wirkt ziemlich gefährlich und er interessiert sich gleich für mich, läuft auf mich zu. Ich bleibe stehen in der Hoffnung, daß er nur schnuppern will. Der Mann pfeift ihn zurück, aber der Hund will nicht recht hören. Ich befürchte ein wenig, daß der Hund mich mobben oder gar beißen könnte, da er so stürmisch ist, doch dann hört er doch auf sein Herrchen und hält sich zurück. Ich dagegen lache jetzt über den ganz kleinen Hund, weil der so lustige Purzelbäume in der Luft macht, wobei seine langen Ohren fliegen. Schließlich, als sie vorbei sind, fällt mir ein: Natürlich, der Hund hat sich deshalb so für mich interessiert, weil er mich kennt. Er hat mich wiedererkannt und war deshalb so aufgeregt. Das Herrchen hat mich aber nicht wiedererkannt, obwohl ich auch ihn kenne, und hat nicht auf seinen Hund gehört, der ihn darauf aufmerksam machen wollte. So kann es gehen. Manchmal sind die Hunde schlauer als die Menschen.

Bemerkung: Seltsam ist, daß ich in letzter Zeit dauernd irgendwas träume, daß mir im Traum schon bekannt scheint, so als hätte ich davon bereits geträumt. Interessant außerdem, was ich gestern über die Deutung von Hunden in Träumen las. Vermutlich hatte ich nur deshalb den Traum mit den Hunden.

"Ein Hund im Traum weist dich auf die Gefangenschaft in der Kausalität hm. Die Hunde, heißt es in den alten Mitteilungen, verhindern, daß Israel aus Ägypten auszieht. Kausal ist der Auszug unmöglich. Daher wird gesagt: Beim Auszug aus Ägypten bellt kein Hund, und kein Hund fletscht die Zähne. Wenn der Hund, die Fixierung aufs kausal Bedingte, nicht mehr hindert, beginnt der Glaube; du siehst, spürst, empfindest dann das andere. Dann wird die Kausalität zum Spielfeld, verliert allen Zwang.
Wie erscheint dir der Hund im Traum? Wenn er sich führen läßt oder wegläuft, jedenfalls als dir sich unterordnend gebärdet, dann, heißt es, ist es »gut«. Wenn er dir aber den Weg verstellt, dich angreift, dir Angst einjagt, dann - sagt eine Mitteilung in der alten Traumdeutung - sprich diesen Vers aus der Bibel: »Kein Hund fletscht die Zähne euch gegenüber« (2. Mose 11,7).
Der »Hund« hindert dich m deinem Leben daran, daß du dich von der Kausalität befreist. Es geschieht doch oft, daß man gegen sich selbst argumentiert oder durch die Argumente anderer gerade an dem Punkt angegriffen wird, der seinem Wesen nach einer kausalen Erklärungsmöglichkeit unzugänglich ist. So »treu«, könnte man sagen, ist der »Hund« dem Menschen. Er läßt ihn nicht in Ruhe, er läßt ihn nicht ausziehen. - Man soll den Hund ruhig mitnehmen, die Kausalität soll nicht im Wege stehen."(aus "Die Kabbala im Traumleben des Menschen")

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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