Montag, 12. Februar 2007

Der abgetrennte Kopf

Ein kleines Kaff mit seltsamen Leuten. Erinnert mich irgendwie an Twin Peaks, aber auch an das kleine Dorf am Ende des Spreewaldes links neben dem See, in welchem das Flugzeug ruht und über den ein wackliges Tretboot auf Flugzeugträgern schippert. Dort gibt es viele Datschen und auch im Traumkaff scheinen die meisten nicht ihren Hauptwohnsitz zu haben. In letzter Zeit sind einige Morde geschehen und es wurden Leichen gefunden. Da es jedoch einen schlechten Eindruck machen und die Bewohner vertreiben könnte, habe ich mich mit einigen Männern zusammengetan, um die Leichen zu beseitigen bevor sie jemand anderes findet. Dazu besprechen wir uns, tief gebeugt über eine braungraue Landkarte, und überlegen die beste Vorgehensweise. Auf der Karte sind schwarze Strecken und Wege eingezeichnet, sowie drei äußere Standorte als Punkt. Auf diesen Standorten heißt es zum genau gleichen Zeitpunkt mit je einer Gruppe einzutreffen. In der Eile und vielleicht aus einer brenzligen Situation heraus warf ich bei dieser Aktion einen abgetrennten Kopf in irgendeinen Raum und habe ihn dort vergessen. Einige Zeit später ist es soweit, dass die Männer aus allen Häusern Sachen für einen Umzug zusammenräumen. Vielleicht ziehen nun die Dörfler alle wieder in die Stadt um, jedenfalls geben sie ihnen ihren Hausrat und anderen Kram um ihn zu transportieren. Mir fällt erneut der Kopf ein und da ich nicht will, dass einer der Männer sich beim Ausräumen erschrickt, dabei andere etwas merken und alles auffliegt, versuche ich sie vorher zu warnen. Dies muss aber völlig diskret vor sich gehen. Als ich in den Raum schaue, liegt der Kopf immer noch auf einem Wandregal, in durchsichtige Plastikfolie gehüllt. Man erkennt die Fläche des durchtrennten Halses mit dem roten Fleisch und dem weißen Wirbel darin. Eine Weile habe ich keine richtige Gelegenheit einen der Männer in Ruhe zu sprechen, doch dann sehe ich einen von ihnen allein in einem Zimmer sitzen. Er ist jung und trägt einen hellblauen Jogginganzug, wirkt etwas prollig wie alle Männer in dem Kaff. Ich nähere mich ihm und flüstere ihm das mit dem Kopf vorsichtig ins Ohr. Plötzlich kippt er wie vom Blitz getroffen ohnmächtig zur Seite, wobei er mit dem Kopf gegen einen Schrank schlägt. Nanu, denke ich, so empfindlich hatte ich den gar nicht eingeschätzt, dass er gleich in Ohnmacht fällt. Nun kommen auch die anderen Männer und ehe ich etwas davon merke, während ich mich noch mit einigen von ihnen unterhalte, haben sie ihn schon in eine Plastikfolie gewickelt. Dabei bin ich mir gar nicht sicher, ob er wirklich tot war, denn eigentlich hielt ich ihn nur für ohnmächtig. Oder sollte er sich beim Sturz den Schädel zertrümmert haben? Mit dieser Frage wache ich auf und der Kopf liegt vermutlich noch immer in irgendeinem Wandregal.
Danach träumte mir, als würde ich einen Vortrag über Brahma und Parabrahman hören, jedenfalls kamen diese Worte ständig darin vor.

Bemerkung: Bei dem ersten Traum muss ich spontan an die Redewendung "den Kopf verlieren" denken, wobei ich "den Kopf verlegen" hier noch passender finden. Aber so lange es nicht mein eigener ist... *gg*
Ein bißchen erinnert mich der Traum auch an "Immer Ärger mit Harry" von Hitchcock und hat mir Lust gemacht, mal sowas in der Art zu schreiben.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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