Samstag, 9. September 2006

Elefantenrüssel

Zuerst halte ich mich in der alten elterlichen Wohnung auf. Ich befinde mich in der Diele und halte sie für den schönsten und noch am besten erhaltenen Raum der Wohnung. Doch dann fahre ich mit den Fingern über die Wand und merke, dass die Tapete total lose ist. Sie hängt eigentlich nur noch oben an einen dünnen Streifen und ansonsten schlackert sie nur die gesamte Breite der Wand herunter. Ich denke ans Renovieren. Danach gehe ich ins Wohnzimmer und bemerke, das dort irgendwas anders ist. Als ich s mir genauer anschaue sehe ich, dass die gesamte Länge des Zimmers hindurch an einer Seite in der Decke Glasfenster eingebaut wurden, so dass man nicht nur an der Seite sondern auch oben nach draußen schauen kann. Es sind Schiebefenster, so dass man sie sogar öffnen kann. Weiter fällt auf, dass der ganze Fensterbereich mit Stellwänden aus Holz umstellt ist. Ich finde, dass dies das große Zimmer viel kleiner macht, was mir nicht gefällt, stelle aber fest, dass man die Stellwände individuell verschieben kann, was mich beruhigt.
In einer Zwischentraumsequenz bin ich in einem unbekannten, aber großem Haus und trage einen hellblauen Bademantel. Anscheinend bin ich gerade aufgestanden. In diesem Haus bin ich nicht alleine und ich finde einen großen Tanzsaal mit Bänken ringsherum. Mädchen sitzen dort und proben für irgendetwas. Ich will mich zwischen sie auf eine der Bänke setzen, da aber alle Plätze besetzt sind, frage ich ein Mädchen, die neben sich nur einen grünen Schal zu liegen hat, ob sie den wegnehmen und ich mich dort hinsretzen könnte. Sie reagiert jedoch auf mehrere Aufforderungen nicht und ich stehe etwas hilflos in der Gegend rum, mich umschauend, bis schließlich eine andere Bank leergeworden ist und ich mich dort hinsetze. Irgendwann gehe ich wieder und schaue von der Tür des Saales noch einmal zurück, die Mädchen beim Tanzen beobachtend. Sie Tanzen irgendwie seltsam, manche machen gar nicht richtig mit, sondern stattdessen alte Kinderspiele, indem sie sich an den Händen fassen und im Kreis drehen.
In der nächsten Traumsequenz befinde ich mich nun in einem Garten. Es ist ein großer Terassengarten, allerdings sehr unfertig, sieht noch ein bißchen aus wie Baugelände.
An einem Terassenhang ist meine reale Fensterbank angebracht, natürlich genauso wackelig. Ich setze mich darauf, nicht sicher seiend, ob sie mich hält. Hier sitze ich einige Meter über dem Erdboden und in einiger Entfernung sehe ich einen Elefanten. Er kommt auf mich zu und interessiert mich anscheinend für mich. Deshalb hebt er seinen Rüssel und versucht damit, an mich ranzukommen. Zwischendurch wird er von dem Grün der Terasse abgelenkt, welches er mit dem Rüssel abgrast. Dann marschiert er weiter zur anderen Seite der Fensterbank, kann mich von dort unten aber auch nicht erreichen. Teils scheint an dem Elefanten noch ein Tiger zu hängen oder wird der Elefant vielleicht zum Tiger? Irgendwann bricht die Fensterbank in der Mitte entzwei, hält mich auf meiner Seite aber trotzdem noch, bis ich aufstehe und gehe.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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