Dienstag, 19. Oktober 2004

Die andere, vergessene Realität

Im ersten Teil des Traumes bin ich mit A. zusammen und wir unterhalten uns. Allerdings sieht er nicht aus wie A. sondern wie B. P., trotzdem weiß ich, dass er es ist. Er ist aber auch von seiner Art und seinem Benehmen anders als sonst. Er sagt zu mir, dass er viel zu lange gewartet hat und dass es jetzt Zeit ist, für immer zusammen zu bleiben.

Im zweiten Teil bin ich in einer fremden Wohnung, die im Traum die Wohnung meiner Mutter ist. Allerdings ist meine Mutter eine relativ junge, fremde Frau, kaum älter als ich. Ich bin aus irgendeinem Grund, der mir selbst nicht so ganz klar ist, wieder bei ihr eingezogen, wahrscheinlich weil ich alleine nicht klargekommen bin. Wir unterhalten uns und sie versucht mich über Oralsex auszufragen, anscheinend will sie wissen, ob ich das schon mal gemacht habe. Mir ist es aber zu blöd, mich mit meiner Mutter darüber zu unterhalten oder irgendwas zu erzählen. Deshalb weiche ich aus, mache ihr aber gleichzeitig klar, dass sie damit rechnen kann, dass ich ab und zu mal jemanden über Nacht mitbringe. Das scheint ihr nichts auszumachen, eher im Gegenteil, sie scheint das gut zu finden.
Während ich dort in der Wohnung bin, habe ich die ganze Zeit das Gefühl, dass es noch ein anderes Leben gab oder gibt, ein Leben, in dem ich in meiner jetzigen, realen Wohnung gewohnt habe oder vielleicht eine parallele Realität, in welcher ich immer noch in dieser Wohnung wohne. Ich habe kurze Erinnerungsfetzen an dieses Leben, kann mich aber nicht entsinnen, wieso ich plötzlich ganz woanders bin, da in meinen Erinnerungen kein Umzug oder ähnliches stattgefunden hat. Ich frage mich, ob vielleicht absichtlich einige meiner Erinnerungen ausgelöscht wurden, ob ich mit Drogen vollgepumpt, bzw. betäubt wurde, damit ich mich an das alte Leben in dieser (meiner jetzigen) Wohnung nicht mehr erinnern kann. Ich denke mir, das es diese Wohnung ja eventuell noch gibt und meine ganzen Sachen darin noch vorhanden sind. Deshalb fange ich an einen Schlüssel zu suchen, der vielleicht zu dieser alten Wohnung gehört. Weil ich keinen finde überlege ich, dass ich auch einfach das Haus suchen könnte, um dann nachzuschauen, ob es dort eine Wohnung auf meinen Namen gibt.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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